
Besatzung: 1x Rettungssanitäter (Fahrer) und 1x Notfallsanitäter (Beifahrer)
Rettungswägen (RTW) kommen schwerpunktmäßig bei Notfall- und Notarzteinsätzen, aber auch im Rahmen von zeitkritischen Krankentransporten zum Einsatz.
Jede Rettungswache in Bayern ist mit einem oder mehreren Rettungswagen ausgestattet. Die Regelbesatzung besteht aus zwei Personen einem Notfallsanitäter / einer Notfallsanitäterin und einem Rettungssanitäter / einer Rettungssanitäterin.
Seit 2003 werden Rettungswagen in Bayern durch das BRK landesweit einheitliche Rettungswagen beschafft. Das aktuelle Modell ist ein Fahrzeug der 5-Tonnen-Klasse mit Aluminiumsandwich-Kofferaufbau, welches bei Bedarf entsprechend der lokalen Erfordernis mit Allradantrieb ausgestattet sein kann.
Ein Teil der Rettungswagen ist für besonders hohe Körpergewichte der beförderten Patienten ausgelegt, diese werden als "Schwerlast-Rettungswagen" (S-RTW) bezeichnet.
Üblicherweise wird flächendeckend in jedem der 26 bayerischen Rettungsdienstbereiche ein S-RTW zum Einsatz vorgehalten.
Alle Rettungswagen im bayerischen Rettungsdienst entsprechen mindestens den Anforderungen nach DIN EN 1789, Typ C (Rettungswagen / Mobile Intensive Care Unit) in der bei Beschaffung gültigen Ausführung.
Ergänzend zur vorgegebenen Ausrüstung zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen führen die RTW des BRK oftmals zusätzliche Medizintechnik nach örtlichem Bedarf mit.
Die BRK-Bereitschaft Neusäß steht vor einer großen Herausforderung: Ihr ehrenamtlich betriebener Rettungswagen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die anstehenden Reparaturen sind nicht mehr finanzierbar und stehen in keinem Verhältnis zum Fahrzeugwert. Damit ist die Bereitschaft aktuell ohne eigenes Einsatzfahrzeug – ein schwerer Einschnitt für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort.
Der Rettungswagen war ein zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit der Helferinnen und Helfer. Er wurde bei Sanitätsdiensten, Sonderfahrdiensten, im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe Transport (SEG-Transport), zur Unterstützung des Rettungsdienstes, bei Großschadenslagen sowie im Katastrophenschutz eingesetzt – unter anderem auch beim letzten Hochwassereinsatz. Zudem spielte das Fahrzeug eine wichtige Rolle in gemeinsamen Übungen mit den örtlichen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen.
„Ohne Rettungswagen sind unsere Einsatzmöglichkeiten massiv eingeschränkt“, betont Nils Härle. Anders als viele vermuten, werden die Fahrzeuge der BRK-Bereitschaften nicht automatisch wie im Hauptamt finanziert. Sie müssen größtenteils eigenständig über Sanitätsdienste, Veranstaltungen und Spenden erwirtschaftet werden. Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs ist aus eigener Kraft jedoch nicht zu stemmen.
Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen Bereitschaftsleiter Jan Schnell (schnell@brk-neusaess.de) und Nils Härle (haerle@brk-neusaess.de) als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die BRK-Bereitschaft bedankt sich herzlich für jede Form der Unterstützung – damit auch in Zukunft schnelle unkomplizierte Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Um weiterhin für die Bevölkerung vor Ort einsatzbereit zu sein, ist die Bereitschaft nun dringend auf Unterstützung angewiesen. Spenden sind möglich unter:

Spendenkonto Fahrzeug Bereitschaft
Kontoinhaber: BRK Kreisverband Augsburg-Land
IBAN: DE61 7206 2152 0100 0909 99
BIC: GENODEF1MTG
Verwendungszweck: Fahrzeug Bereitschaft Neusäß

Die Bereitschaftsleitung Jan Schnell und Nils Härle vor dem alten Rettungswagen. Bild: Bereitschaft Neusäß